8 November 2024

Autor: Jean-Pierre Külling, Dietlikon, Schweiz

Die Digitalisierung stellt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor neue Herausforderungen.

Digitalisierung

Die Digitalisierung bietet kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zahlreiche Chancen und ist in vielen Fällen ein entscheidender Faktor, um im Wettbewerb zu bestehen. Die Digitalisierung ist für KMU von entscheidender Bedeutung, da sie zahlreiche Vorteile bietet. Zu den wesentlichen Gründen zählen:

Effizienzsteigerung: Digitale Tools und automatisierte Prozesse können den Arbeitsaufwand erheblich reduzieren. So lassen sich beispielsweise Aufgaben wie Buchhaltung, Bestellwesen oder Kundenverwaltung durch Softwarelösungen deutlich schneller und präziser durchführen.

Kostenreduktion: Die Digitalisierung eröffnet die Möglichkeit, Betriebskosten zu senken. Die Automatisierung von Prozessen und die Nutzung cloudbasierter Anwendungen ermöglichen es Unternehmen, ihre IT-Infrastrukturkosten zu reduzieren und effizienter zu arbeiten.

Verbesserte Kundenbetreuung: Digitale Kanäle wie soziale Medien, E-Mail-Newsletter und Kundenportale ermöglichen eine schnellere und individuellere Kundenbetreuung. Ein CRM-System (Customer Relationship Management) unterstützt Sie dabei, Kundeninformationen zu organisieren und Ihren Kunden personalisierte Services anzubieten.

Die Digitalisierung ermöglicht es KMU, flexibler auf Marktentwicklungen zu reagieren. Cloud-Lösungen und skalierbare Software ermöglichen eine schnelle Erweiterung oder Anpassung des Unternehmens, ohne dass grosse Investitionen erforderlich sind.

Entscheidungen, die auf Daten basieren, sind ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung. Mithilfe digitaler Tools können grosse Datenmengen erfasst und analysiert werden. Die Analyse dieser Daten ermöglicht ein besseres Verständnis von Markttrends, eine fundierte Analyse des Kundenverhaltens und die Ableitung strategischer Entscheidungen.

Bessere Zusammenarbeit: Cloud-Tools und digitale Kollaborationsplattformen fördern die Zusammenarbeit sowohl innerhalb des Unternehmens als auch mit externen Partnern. Mitarbeitende können ortsunabhängig arbeiten, auf gemeinsame Dokumente zugreifen und sich in Echtzeit austauschen.

Die Digitalisierung bietet KMU einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Sie ermöglicht eine schnellere Reaktion auf Marktveränderungen, die Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen sowie eine Differenzierung von der Konkurrenz.

Neue Geschäftsmöglichkeiten: Die Digitalisierung eröffnet oft neue Einnahmequellen. Online-Vertrieb, digitale Dienstleistungen und die Nutzung sozialer Medien können einem KMU helfen, neue Märkte zu erreichen.

Für KMU ist die Digitalisierung oft nicht nur eine Möglichkeit, effizienter zu werden, sondern auch eine Notwendigkeit, um in einer zunehmend digitalen Welt wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein gut durchdachtes digitales Konzept ist daher von entscheidender Bedeutung für den langfristigen Erfolg.


Einführung der Digitalisierung

Die Einführung der Digitalisierung in einem kleinen oder mittleren Unternehmen (KMU) erfordert ein strukturiertes und gut geplantes Vorgehen, um nachhaltigen Nutzen zu schaffen und Risiken zu minimieren. Die folgenden Schritte können dabei helfen, die Digitalisierung in einem KMU erfolgreich umzusetzen:

1. Analyse und Ziele festlegen

Bedarfsanalyse: Analysieren Sie die aktuellen Prozesse und Systeme im Unternehmen. Finden Sie heraus, welche Bereiche am dringendsten digitalisiert werden sollten, zum Beispiel die Buchhaltung, der Vertrieb oder die interne Kommunikation.

Ziele festlegen: Legen Sie Ziele fest, die Sie messen können. Das können zum Beispiel mehr Effizienz, weniger Kosten, eine bessere Kundenbindung oder auch mehr Kunden im Ausland sein. Ziele helfen, den Erfolg der Digitalisierung später besser zu bewerten.

2. Digitale Strategie entwickeln

Plan: Entwickeln Sie eine digitale Strategie, die zum Unternehmen passt und auf Wachstum abzielt. Das kann zum Beispiel die Einführung eines CRM-Systems, die Automatisierung von Prozessen oder der Aufbau eines Online-Vertriebskanals sein.

Wichtig: Ordnen Sie die Projekte nach Wichtigkeit und Dringlichkeit. Digitalisierungsprojekte brauchen viel Zeit und Ressourcen. Sie sollten zuerst die Projekte umsetzen, die am meisten bringen.

3. Mitarbeitende schulen

Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden, damit sie die neuen digitalen Tools und Prozesse verstehen und nutzen können. Das kann zum Beispiel eine Schulung zu bestimmten Softwareprogrammen sein.

Fördern Sie die Akzeptanz: Sagen Sie den Mitarbeitenden, warum die Digitalisierung gut für sie ist. Und hören Sie ihnen zu, wenn sie Sorgen oder Fragen haben. Die Mitarbeitenden müssen die Digitalisierung gut finden, damit sie erfolgreich ist.

4. Geeignete Technologien und Tools auswählen

Wählen Sie die passende Software und Technologie für Ihr Unternehmen aus. Für kleinere Unternehmen können Cloud-Lösungen und Software as a Service sinnvoll sein, weil sie kostengünstig und anpassungsfähig sind.

Die neuen Tools sollten mit den bestehenden Systemen kompatibel sein und sich in die bestehende Infrastruktur integrieren lassen. So sparen Sie Zeit und Geld.

5. Pilotprojekt und schrittweise Umsetzung

Start der Pilotphase: Testen Sie die Digitalisierung im kleinen Rahmen, um zu sehen, wie sie sich auf das Unternehmen auswirkt. Ein Beispiel wäre ein digitalisiertes Bestellsystem oder ein CRM-System für eine kleine Gruppe von Kunden.

Feedback sammeln und verbessern: Sagen Sie den Mitarbeitenden, was Sie von ihnen wollen. Optimieren Sie die Prozesse, bevor Sie die Digitalisierung fortsetzen.

6. Datensicherheit und Datenschutz beachten

Rechtliche Vorgaben: Achten Sie darauf, dass alle digitalen Prozesse die Datenschutzgesetze erfüllen. Die Datenschutzrichtlinien sind wichtig, damit Kunden uns vertrauen und damit die Daten im Unternehmen sicher sind.

IT-Sicherheit: Schützen Sie das Unternehmen vor Cyberangriffen und Datenverlust. IT-Sicherheitsmassnahmen wie Firewalls, Backups und Schulungen sind wichtig.

7. Kontrolle und Anpassung

Überwachen Sie die neuen Prozesse und Systeme, um sicherzustellen, dass sie funktionieren. Messen Sie, was wichtig ist, und passen Sie die Strategie an, wenn nötig.

Bleiben Sie flexibel: Digitalisierung ist ein Prozess, der sich schnell verändert. Deshalb muss man sich immer wieder anpassen, um mit den neuen Technologien und Marktanforderungen Schritt zu halten.

8. Digitale Kultur fördern

Halten Sie Ihr Unternehmen offen für Neues. Helfen Sie Ihren Mitarbeitenden, neue digitale Lösungen auszuprobieren und Ideen zur Verbesserung beizutragen.

Mitarbeitende müssen bereit sein, sich zu verändern. Digitale Veränderungen in Unternehmen gehen oft mit neuen Arbeitsweisen einher. Schaffen Sie ein Arbeitsumfeld, in dem Mitarbeitende flexibel und anpassungsfähig sind.

Die Digitalisierung eines KMU ist ein grosses Projekt. Es sollte in kleinen, gut überlegten Schritten durchgeführt werden. Eine klare Zielsetzung, die Einbeziehung aller Beteiligten und eine flexible, anpassungsfähige Vorgehensweise sind dabei entscheidend.

Schlussfolgerung

Die Digitalisierung in einem KMU ist ein kontinuierlicher Prozess, der Planung und Engagement erfordert. Ein zielgerichtetes Vorgehen, eine schrittweise Umsetzung sowie die Einbindung und Schulung der Mitarbeitenden helfen, die Digitalisierung erfolgreich umzusetzen und langfristig im Unternehmen zu verankern. So kann das KMU wettbewerbsfähiger, effizienter und zukunftssicherer werden.

Bei spezifischen Fragen oder Problemen in Ihrem Unternehmen steht Ihnen JPK.CONSULTING gerne zur Verfügung.